Speckkäfer

Speckkäfer

Wie sehen Speckkäfer aus?

Der Speckkäfer ist länglich oval und ca. 6-12 mm groß. Der Dornspeckkäfer ist dunkelbraun bis schwarz, während der Gemeine Speckkäfer gut an einem helleren Querstreifen auf den Flügeln zu erkennen ist. Die Larven sind 10-15 mm groß. Sie sind dunkelbraun und stark behaart.

Wie entwickeln sich Speckkäfer?

Die Weibchen des Gemeinen Speckkäfers legen bis zu 150 Eier in ein geeignetes Nahrungssubstrat ab. Die Entwicklungszeit der Larven dauert zwischen 1,5 und 5 Monaten und ist stark temperaturabhängig. In freier Natur kann sich pro Jahr meist nur eine Generation ausbilden, in geschlossenen und beheizten Räumen hingegen bis zu zwei.

Was fressen Speckkäfer?

Die Larven des Speckkäfers ernähren sich von toten Insekten, Räucherwaren und Häuten. Zur Nahrung des Speckkäfers können außerdem Federn oder Pelze gehören, da die Tiere in der Lage sind Keratin zu verdauen.

Pflanzliche Nahrung wird eher selten gefressen. In der Natur leisten Speckkäfer wichtige Aufgaben, in dem sie Kadaver restlos vertilgen. In Wohnungen und Vorratsräumen werden sie zu Schädlingen. Werden Essensreste oder Tierfutter unverschlossen aufbewahrt oder Abfälle zu lange in der Wohnung gelagert, sind diese ein attraktiver Ort für Speckkäferlarven.

Sind Speckkäfer schädlich?

Neben Fraßschäden an tierischen Lebensmitteln, Textilien oder Pelzen wird auch weicheres Holz befallen. Für die Verpuppung benötigen die Speckkäfer-Larven feste Materialien. Neben Holz eigen sich dafür auch Kork, Pappe, Papierstapel, Styropor, Tabakballen oder Mörtel.

Als Hygieneschädling verunreinigt der Speckkäfer Lebensmittel. Nach Kontakt oder einatmen der Exkremente des Speckkäfers können allergische Reaktionen oder Magen-Darmbeschwerden auftreten.

Was hilft gegen Speckkäfer?

  • Ordnung und Sauberkeit sind von großer Bedeutung. Reste und Abfall in Ecken und Ritzen sind der ideale Entwicklungsort für Insekten. Reinigen ist sehr wichtig.
  • In der Küche oder in der Vorratskammer sind dicht verschlossene Verpackungen empfehlenswert, aber auch keine Garantie für Schädlingsfreiheit.
  • Zu bedenken ist auch, dass Lebensmittel so trocken und kalt wie möglich aufbewahrt werden sollten.
  • Ebenfalls sollten Nahrungsmittel nicht länger als erforderlich aufbewahrt werden.
  • Schränke ausleeren und eventuelle Regalverkleidung entfernen.
  • Die befallenen Bereiche staubsaugen. Besonders Leisten, Ritzen und Spalten sorgfältig säubern. Den Staubsaugerbeutel vor dem Wegwerfen einfrieren.
  • Die Lebensmittel vor dem Einsortieren genau überprüfen. Befallene Waren am besten entsorgen.
  • Sind die Lebensmittel nur gering befallen, können sie durch das Einfrieren über einige Tage gerettet werden.

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